Gleich zwei schnelle Zeiten in Monaco
Dienstag, 29. Juli 2008 16:48
Die Form Richtung Olympische Spiele (8. bis 24. August) stimmt. Das ist die wertvolle Erkenntnis für Till Helmke nach dem Super-Grand-Prix-Meeting in Monaco. Der Sprinter vom TSV Friedberg-Fauerbach überzeugte sowohl im Einzel über 100 Meter als auch bei der Peking-Generalprobe mit der DLV-Staffel.
Im Fürstentum schnürte Helmke bereits im Vorprogramm zum ersten Mal die Spikes. Das C-Finale über 100 Meter beendete der 24-Jährige in sehr guten 10,41 Sekunden auf dem zweiten Platz. Bei leichtem Gegenwind verfehlte er seine Saisonbestzeit nur um eine Hundertstelsekunde. Der Sieg ging an den Italiener Jacques Riparelli in 10,36 Sekunden. Hinter Helmke folgten mit Ronny Ostwald (Wattenscheid, 10,47 s) und Marius Broening (Tübingen, 10,48 s) zwei weitere deutsche Staffelläufer, die zur Olympiamannschaft gehören. Der schnellste DLV-Sprinter war Alexander Kosenkow (Wattenscheid) als Vierter des B-Finals in 10,37 Sekunden.
Im Hauptprogramm vor mehr als 10.000 Zuschauern zogen dann die schnellsten Deutschen zusammen an einem Strang. In der Besetzung Tobias Unger (Kornwestheim), Till Helmke, Alexander Kosenkow und Martin Keller (Chemnitz) stürmte die 4×100-Meter-Staffel des DLV in 38,48 Sekunden auf Rang zwei. Damit verpasste der deutsche „Vierer“ den Deutschen Rekord aus dem Jahr 1982 nur um 19 Hundertstelsekunden. Schneller als das DLV-Team war nur die US-Staffel, die sich mit 38,41 Sekunden knapp durchsetzte.
Obwohl den deutschen Sprintern noch das Trainingslager in Kienbaum in den Knochen steckte, überzeugten sie nicht nur mit schnellen Beinen, sondern auch mit guten und sicheren Wechseln. In dieser Form ist ihnen der Einzug ins Olympia-Finale mehr als zuzutrauen. Schließlich hätte man mit der Zeit von Monaco im Endlauf von Athen 2004 Rang vier belegt.
Thema: News | Kommentare (0) | Autor: mbn