Beiträge vom August, 2008

Toller fünfter Platz mit der Olympia-Staffel

Samstag, 23. August 2008 16:18

Sprint in die Weltspitze: Till Helmke (TSV Friedberg-Fauerbach) hat mit der deutschen 4×100-Meter-Staffel bei den Olympischen Spielen einen tollen fünften Platz belegt. In 38,58 Sekunden musste sich das DLV-Team im Pekinger Finale nur den sensationellen Jamaikanern (37,10 s), Trinidad und Tobago (38,06 s), Japan (38,15 s) und Brasilien (38,24 s) geschlagen geben.

Die Karibiksprinter legten im proppevollen Vogelnest die Stadionrunde so schnell zurück wie noch keine andere Staffel in der Geschichte. Das Team um Dreifach-Olympiasieger Usain Bolt steigerte den Weltrekord der USA um unfassbare drei Zehntelsekunden. „Unglaublich was die Jamaikaner da vorn machen. Da können wir nicht mithalten“, sagte der deutsche Schlussläufer Martin Keller zum „Jahrhundertlauf“ von Nesta Carter, Michael Frater, Usain Bolt und Asafa Powell in die Sport-Geschichtsbücher.

Deshalb schätzte auch Helmke das deutsche Resultat realistisch ein. „Wir können mit Rang fünf zufrieden sein, wir sind super gelaufen“, erklärte der 24-Jährige kurz nach dem Rennen. Natürlich hatten die Deutschen sogar eine kleine Chance auf Bronze. Doch gerade die Japaner waren läuferisch überlegen. Schließlich konnten die Asiaten auf vier Sprinter zurückgreifen, die Bestzeiten zwischen 10,02 und 10,20 Sekunden aufzuweisen haben und somit klar stärker als Helmke & Co. einzuschätzen waren. Die Athleten aus Jamaika und Trinidad waren ohnehin nicht von den Medaillenrängen zu verdrängen.

In der Besetzung Tobias Unger (Kornwestheim), Till Helmke, Alexander Kosenkow (Wattenscheid) und Martin Keller (Chemnitz) lief das deutsche Team ein nicht nur schnelles, sondern auch ein sicheres Rennen. Schließlich waren mit den Staffeln Großbritanniens, Polens und den USA drei schnelle Quartetts im Halbfinale gescheitert. Das sollte den DLV-Sprintern nicht passieren.

Den Deutschen Rekord eines DDR-Quartetts (38,29 s) aus dem Jahr 1982 verpasste die Staffel aber um gut drei Zehntelsekunden. Von ihrer Saisonbestzeit waren die Deutschen beim wichtigsten Rennen des Jahres nur eine Zehntel entfernt. Vor vier Jahren in Athen war der deutsche „Vierer“ bereits im Halbfinale gescheitert. In Peking haben die „schnellen Jungs“ nun endgültig bewiesen, dass sie mit deutlich stärkeren Sprintnationen mithalten können.

Thema: News | Kommentare (0) | Autor: mbn