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Eine Hundertstel fehlt bei Team-EM zum Sieg

Samstag, 20. Juni 2009 22:32

Zum zweiten Mal in Folge hat Till Helmke (TSV Friedberg-Fauerbach) mit der deutschen 4×100-Meter-Staffel den Sieg beim Europacup, der seit diesem Jahr als Team-Europameisterschaft ausgetragen wird, nur knapp verpasst. Wurde die deutsche Staffel 2008 in Annecy (Frankreich) nach ihrem Sieg in starken 38,30 Sekunden wegen Betretens der Bahnmarkierung disqualifiziert, waren am Samstagabend in Leiria (Portugal) die siegreichen Italiener (38,77 s) nur eine winzige Hundertstel schneller als die DLV-Staffel (38,78 s).

„Die Zeit war nicht so toll. Darum ist es doppelt schade, dass wir nicht gewonnen haben”, sagte Helmke. Allerdings waren Italiener und Deutsche in zwei unterschiedlichen Zeitläufen am Start, sodass es kein direktes Aufeinandertreffen der Sprinter gab. Wichtiger als die Zeit waren jedoch die elf Punkte, die die Staffel in der Stamm-Besetzung von 2009, Stefan Schwab (Schwarzenbek), Helmke, Alexander Kosenkow (Wattenscheid) und Martin Keller (Chemnitz), für Rang zwei aufs DLV-Konto brachte.

„Dabei haben wir aber ganz klar vom Pech der Briten profitiert”, erklärte der Hesse. Deutlich in Führung liegend zog sich Rikki Fifton an Position drei laufend eine Verletzung zu und konnte den Stab nur noch mit Mühe an den Schlussläufer übergeben. Mit 41,91 Sekunden landete die führende europäische Sprintnation lediglich auf Platz zehn. Nach dem ersten Tag der Team-EM lag die deutsche Mannschaft in der Gesamtwertung mit 158,5 Punkten nur 6,5 Zähler hinter den führenden Briten auf Platz vier.

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Vor 63.000 Fans gelingt die WM-Generalprobe

Sonntag, 14. Juni 2009 21:16

Einen starken Auftritt lieferte wieder einmal die deutsche Sprintstaffel über 4×100 Meter ab. Beim ISTAF, dem Auftakt der Golden League 2009, lief das deutsche Quartett mit Till Helmke (TSV Friedberg-Fauerbach) an Position zwei auf Platz zwei. Nach 38,79 Sekunden musste sich der „DLV-Vierer” nur den Briten beugen, die das Rennen erst auf dem letzten Abschnitt mit guten 38,52 Sekunden zu ihren Gunsten entschieden.

Die deutschen Sprinter - Stefan Schwab (Schwarzenbek), Helmke, Alexander Kosenkow (Wattenscheid) und Martin Keller (Chemnitz) - präsentierten sich im Olympiastadion als gefestigte Einheit. Obwohl die britischen Sprinter von den Einzelzeiten klar überlegen sind, konnte sie das Rennen lange offen gestalten. Speziell der Wechsel zwei, von Helmke auf Kosenkow, erfolgt nach der langjährigen „Staffelpartnerschaft” mittlerweile traumhaft sicher. Außerdem kann der Hesse auf der Gegengeraden seine Stärken als 200-Meter-Spezialist, wie den fliegenden Start und die Sprintausdauer, optimal ausspielen.

Zum „Warmlaufen” absolvierte Helmke im ISTAF-Vorprogramm noch einen 100-Meter-Lauf. Das sogenannte C-Finale entschied er mit 10,52 Sekunden etwas überraschend zu seinen Gunsten. Damit war der BWL-Student zweitschnellster deutscher Sprinter in den drei Zeitläufen. Nur Stefan Schwab - Achter im A-Finale mit 10,35 Sekunden - legte die kürzeste Sprintdistanz auf der blauen Berliner Laufbahn schneller zurück.

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Starke Staffel vor dem großen Regen

Sonntag, 7. Juni 2009 22:13

Die deutsche 4×100-Meter-Sprintstaffel hat mit Till Helmke (TSV Friedberg-Fauerbach) bei der Sparkassen-Gala in Regensburg ein rasantes Rennen abgeliefert. In der Besetzung Stefan Schwab (TSV Schwarzenbeck), Helmke, Alexander Kosenkow (TV Wattenscheid) und Martin Keller (LAC Chemnitz) unterbot das DLV-Quartett mit 38,43 Sekunden klar die Norm (38,80 s) für die Weltmeisterschaften in Berlin (15.-23. August). Außerdem fehlten der Staffel, die deutlich vor der DLV-U23-Auswahl (39,83 s) siegte, nur 14 Hundertstelsekunden zum Deutschen Rekord, der mittlerweile schon seit 25 Jahren besteht. „Das Rennen war absolut top. Auf diese Leistung können wir bei der WM aufbauen”, sagte Helmke. Zum Vergleich: Im Olympiafinale von Peking lief die DLV-Staffel in 38,58 Sekunden auf Platz fünf.

Auf Position zwei laufend, fand Helmke nach einem guten Wechsel sofort ins Rennen und spielte dabei seine Stärke des fliegenden Starts optimal aus. Auch die Übergabe zu Kosenkow klappte wie vergangenes Jahr bei den Olympischen Spielen reibungslos. Mit mehr Konkurrenz ist den Sprintern auf jeden Fall zuzutrauen, dass der der Deutsche Rekord nach einem Vierteljahrhundert schon bald aus den Rekordlisten gelöscht wird.

Während bei der Staffel das Wetter trotz frischer Temperaturen noch stimmte, zog kurz vor Helmkes 200-Meter-Start ein heftiges Gewitter mit Starkregen über Regensburg hinweg, sodass die Wettkämpfe sogar für eine halbe Stunde unterbrochen werden mussten. Das schlug such natürlich auch in den Leistungen (und Temperaturen von nur noch 15 Grad Celsius) nieder. Zwar konnte Helmke seinen Zeitlauf in 20,88 Sekunden gegen den Deutschen Rekordler Tobias Unger (21,11 s) klar gewinnen. Trotzdem fehlten dem 25-Jährigen knappe drei Zehntelsekunden auf die WM-Norm von 20,59 Sekunden. Die zweimal zu erbringende Vorgabe für einen Start in Berlin war Helmkes klares Ziel für Regensburg. „Der Lauf war ziemlich unrund. Außerdem war es für die Norm doch ein bisschen zu kalt”, analysierte der Hesse.

Doch auch Helmkes Konkurrenten blieben über der WM-Norm. Überraschend am besten kam in den vier ausgeglichen besetzten Zeitläufen Robert Hering (TuS Jena), der noch der A-Jugend angehört, mit den Bedingungen zurecht. Der 19-Jährige setzte sich in der Endabrechnung mit starken 20,67 Sekunden vor Kosenkow (20,76 s) und Helmke (20,88 s) durch.

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